Lippstadt / Güterbahnhof: Noj, Ostseetraum, Fakoma
Saisonabschluss! Das letzte abseite Konzert 2026 geht an den Start und bringt nochmal absolute Highlights in die Kulturinstanz Güterbahnhof.
Mit dabei sind:
Noj (Berlin) + Ostseetraum (Berlin) + Fakoma (Köln)
abseite x bahnhofskult
Fr. 16.10.26 / Doors 19:00 / Start 20:30
Güterbahnhof / Hospitalstr. 54 / 59555 Lippstadt
Eintritt frei / Es wird um Spenden gebeten
Noj (Nihilistic Post Punk, Berlin)
Bei der Berliner Band Noj geht es in jeder Hinsicht düster zu. Auf deren Debütalbum „Waxing Moon“ sind tiefe gescratchte Bass- und E-Gitarren zu vernehmen, eine Grabesstimme erklingt, gespenstische Geräusche ertönen. Musikalisch fühlt man sich an finstere Pop-Gestalten wie Joy Divison, The Jesus Lizard oder Nine Inch Nails erinnert. Wer auf Post Punk und Noise Rock steht, ist bei diesem Quartett also goldrichtig. Wenn man sich anschaut, wer bei Noj beteiligt ist, überrascht diese Ausrichtung auch nicht sonderlich, denn einige Bandmitglieder sind noch in anderen PostpunkBands unterwegs: Liiek, Schimmel Über Berlin, Die Letzten Ecken, Benzen, Tense (ehemals Pigeon), um nur ein paar zu nennen.
https://noj-noj.bandcamp.com/album/waxing-moon-2
https://www.instagram.com/noj_band/?hl=de
Ostseetraum (Minimal Wave, Berlin)
Der musikalische Ansatz von Ostseetraum ist bewusst minimalistisch, roh und oft absichtlich kantig gehalten. Angetrieben von starren, repetitiven Drum-Machine-Beats und dubbigen, treibenden Basslinien, entfaltet die Band eine kühle, fast roboterhafte Dynamik. Darüber legen sich schräge, fiebrige Synthesizer-Melodien und spärlich gesetzte, schneidende Gitarren-Akkorde. Ergänzt wird diese Soundästhetik durch einen distanzierten, oft monotonen oder rezitierenden Gesang. Die deutschen Songtexte sind abstrakt und fangen die urbane Tristesse und Isolation perfekt ein. Es ist Musik, die an die Ära der frühen 1980er-Jahre erinnert – als Bands im Geiste des legendären ZickZack-Labels in dunklen Wohnzimmern Tapes aufnahmen –, die im Hier und Jetzt jedoch vollkommen eigenständig und relevant wirkt.
https://ichiichi.bandcamp.com/album/ostseetraum
https://mangelrecords.bandcamp.com/album/s-t
Fakoma (Hardcore-Punk, Köln)
…machen Punk, der klingt, als hätte jemand Garage, Hardcore, Noise und ein kaputtes Synthesizer-Keyboard in einen Mixer geworfen und anschließend vergessen, den Deckel draufzumachen. Kurze Songs, schroffe Gitarren, treibende Drums, angepisster Gesang und Synthies, die irgendwo zwischen kaputt und genial liegen. Seit dem selbstbetitelten Debüt 2021 und der darauffolgenden 12″ ballert die Kölner Band ihren Sound ohne Sicherheitsnetz in die Gegend. Keine Hochglanzproduktion, kein glattgebügeltes Image, kein „Wir müssten eigentlich mal mehr Songs schreiben“. Dafür Energie, Haltung und eine gesunde Portion musikalische Verwahrlosung.
https://fakoma.bandcamp.com/
https://www.instagram.com/_fakoma_/?hl=de